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Kalenderblatt Januar 2015

Im Kalenderblatt erinnern wir monatlich an Personen und Ereignisse, die (nicht nur) für unsere Partei von Bedeutung waren

19. Januar 1990 - vor 25 Jahren:

Herbert Wehner stirbt im Alter von 83 Jahren in Bonn

Herbert Wehner

Wir erinnern in diesem Monat in unserem Kalenderblatt an Herbert Wehner, der am 19. Januar 1990 gestorben ist. Herbert hat unserer Partei und unserem Staat über dreißig Jahre lang gedient: als Bundestagsabgeordneter, als Parteivorstands- und Präsidiumsmitglied der SPD, als stellvertretender SPD-Bundesvorsitzender, als Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion und als Bundesminister für Gesamtdeutsche Fragen.

Herbert Wehner war seit seinem Bruch mit dem Kommunismus bis an sein Lebensende und darüber hinaus bis heute immer wieder schwersten Anwürfen ausgesetzt. Für die extreme Linke war seine Gegnerschaft zum Kommunismus und die in der Großen Koalition 1966 bis 1969 praktizierte Zusammenarbeit mit der CDU/CSU Grund zum Anstoß. Die politische Rechte unterstellt ihm bis heute, mit dem Kommunismus in Wahrheit nie wirklich gebrochen und - in die SPD "eingeschleust" - nach dem Krieg für die SED und/oder  für die Sowjetunion gearbeitet zu haben.

Herbert hat diese Anfeindungen geahnt, als er 1949 auf Wunsch von Kurt Schumacher für den Deutschen Bundestag erstmals kandidierte. "Sie werden mir dort doch von allen Seiten die Haut vom lebendigen Leibe abziehen", soll er zu Kurt Schumacher gesagt haben, und dieser habe geantwortet: "Ja, das werden sie, und Du wirst das aushalten!" Er hat es fast 34 Jahre lang aushalten müssen.

Noch heute versuchen Historiker und Journalisten seine Haut zu fassen zu bekommen, indem sie zu beweisen suchen, dass Herbert Wehner in den späten dreißiger Jahren als Spitzenfunktionär der Kommunistischen Partei im Moskauer Exil einige seiner Genossen beim sowjetischen Geheimdienst denunziert habe, teilweise mit tödlichem Ausgang. Der Historiker Christoph Meyer konnte in seiner Biographie über Herbert Wehner (erschienen bei dtv) nachweisen, dass Herbert selbst in Moskau "Untersuchungen" durch den Geheimdienst ausgesetzt war, und dass er sich gegen diese lebensgefährlichen Beschuldigungen zur Wehr setzen musste.

Für uns ist und bleibt Herbert Wehner in mehrfacher Hinsicht Beispiel und Vorbild: er verband die Leidenschaft zur Politik für die Menschen, insbesondere für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die er in den demokratischen Staat Bundesrepublik einbinden wollte, mit einem ausgeprägten Willen, Menschen, die in Not geraten waren, zu helfen. Dieses praktizierte er insbesondere bei den Problemen der Familienzusammenführung und der sog. "Freikäufe" politischer Gefangener in der DDR in vielen Verhandlungen mit der DDR-Spitze und ihren Beauftragten. Die Anzahl der Menschen, denen er und seine Frau Greta helfen konnten, geht in die Tausende. Herbert und Greta haben jedoch niemals diese Arbeit in der Öffentlichkeit großartig erwähnt. Auch die Aussöhnung mit Polen und Israel waren ihm große Anliegen.

Herbert hat einen großen Anteil der Arbeit getragen, die SPD nach dem Krieg in die Regierungsverantwortung zu bringen. Wir können heute unter anderem von ihm lernen, uns von den Wahlniederlagen der letzten Jahre nicht entmutigen zu lassen. "Weitermachen, immer weitermachen, nicht die Hoffnung verlieren", so formulierte es Greta Wehner, die Herbert über viele Jahrzehnte bis zu seinem Tode begleitet hat.

Greta Wehner

1992 wurde in Sachsen, Herbert Wehners Heimat, das Herbert-Wehner-Bildungswerk gegründet, das in den folgenden Jahren ein wichtiger Pfeiler der politischen Bildungsarbeit im Freistaat Sachsen wurde und seit 1994 in Dresden beheimatet ist. Mitbegründerin Greta Wehner hat 2003 zusätzlich die Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung ins Leben gerufen. "Von Anfang an wurden viele Seminare veranstaltet, die besonders der praxisnahen Qualifikation zur politischen Arbeit dienten", so ist es auf der Internetseite des Bildungswerks nachzulesen.

Okke Wismann

(die Bilder werden mit freundlicher Genehmigung des Herbert-Wehner-Bildungswerks e. V., Dresden, verwendet)

Weiterführende Weblinks:

Tabellarischer Lebenslauf von Herbert Wehner der "Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland"

Kurzbiographie auf der SPD-Internetseite

Herbert-Wehner-Bildungswerk e. V. in Dresden

 



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